Kleine Anfrage von Martin Künzle zur Lichtverschmutzung – Mehr Dunkelheit für Schlieren


Lichtverschmutzung nimmt auch in Schlieren zu. Martin Künzle (Grüne) will vom Stadtrat wissen, was gegen die zunehmende Lichtbelastung unternommen wird – insbesondere rund um den versprochenen Plan Lumière.

Worum geht es in der Anfrage?

Martih nennt in seiner Anfrage konkrete Beispiele für übermässige Beleuchtung:

  • Das neue Vitis Sportzentrum, das bis Mitternacht voll beleuchtet bleibt und Licht weit abstrahlt.
  • Die neuen LED-Flutlichter auf dem Fussballplatz Zelgli, die trotz Anpassungen noch immer Wohn- und Landwirtschaftszonen sowie die Limmat und deren Uferbereich stark beleuchten.
  • Leuchtreklamen entlang der Zürcherstrasse, die die ganze Nacht hindurch strahlen.
  • Eine beleuchtete Säule am alten Zürichweg 6, die eine Biodiversitätsfläche beleuchtet.

Die Fragen an den Stadtrat

Martin möchte wissen:

  1. Wie es um den Plan Lumière steht: Gibt es einen Zeitplan und eine Mitwirkungsmöglichkeit?
  2. Welche Vorschriften in Schlieren für Aussenbeleuchtungen gelten und ob neue Regulierungen geplant sind, um Leuchtreklamen zeitlich und in ihrer Intensität zu begrenzen.
  3. Welche Massnahmen zur Energieeinsparung bereits umgesetzt wurden, und ob öffentliche und private Beleuchtungsvorgaben klar definiert sind.

Warum ist das wichtig?

Lichtverschmutzung ist nicht nur eine Frage der Ästhetik. Sie wirkt sich direkt auf die Biodiversität, die Energieeffizienz und die Gesundheit der Menschen aus. Studien belegen: Übermässiges künstliches Licht kann die Orientierung nachtaktiver Tiere stören, Schlafprobleme verursachen und langfristig sogar neurodegenerative Krankheiten fördern.

Trotz dieser bekannten Probleme ist in Schlieren wenig passiert. Bereits 2020 forderte Walter Jucker (SP) erste Massnahmen gegen Lichtverschmutzung. Später griff Dominik Ritzmann (Grüne) das Thema erneut auf. Nun bringt es Martin zurück ins Parlament – weil sich sichtbar zu wenig getan hat.


Stellungnahme der Grünen Schlieren

Wir Grünen Schlieren erwarten klare Antworten vom Stadtrat. Der Plan Lumiére ist überfällig und muss konkrete Massnahmen enthalten:

  • Begrenzung von Beleuchtungszeiten
  • Reduktion der Lichtintensität an Hotspots
  • Förderung von energieeffizienter und umweltfreundlicher Beleuchtung

Martin bringt es auf den Punkt: «Weniger Licht bedeutet mehr Lebensqualität – für Mensch und Natur.»


Hinweis

Die vollständige Kleine Anfrage von Martin Künzle findet ihr hier.

Artikel in der Limmattalerzeitung (Abo+):

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