Klares Ja zum Schulhaus Zelgli: Platz für Kinder und für die Natur

Grosse Freude bei den Grünen Schlieren

Die Schlieremerinnen und Schlieremer haben am 27. September 2026 den Kredit von knapp 17 Millionen Franken für die Erweiterung der Schulanlage Zelgli angenommen, mit 74,1 Prozent Ja-Stimmen. Damit entstehen dringend benötigte Klassenzimmer und Betreuungsplätze. Für das Biotop, das dem Neubau weichen muss, ist ein Ersatz vorgesehen. Die Grundlage dafür hat ein Antrag von uns Grünen bereits 2022 gelegt.

Vier Klassenzimmer, Hort und Mittagstisch

[Bild: Visualisierung des Neubaus]
Visualisierung Schulhaus Zelgli (Quelle: Stadt Schlieren)

Der dreigeschossige Holzbau bietet Platz für vier zusätzliche Primarschulklassen, für vier Hortgruppen mit Mittagstisch und für Aufenthaltsbereiche der Lehrpersonen. Der Kredit beläuft sich auf 16’964’000 Franken.

Das Siegerprojekt «Lilia» von Bob Gysin Partner überzeugt auch ökologisch. Die Jury lobte die schlüssigen Konzepte für Tragwerk, Energie und Gebäudetechnik und die sehr gute Ökobilanz. Zudem sind die Bauteile so geplant, dass sie bei einem späteren Um- oder Rückbau wiederverwendet werden können.


Warum es so dringend ist

Schlieren wächst, und mit der Stadt wachsen die Schulen. In den letzten 20 Jahren hat die Bevölkerung um 48 Prozent zugenommen, die Zahl der Schülerinnen und Schüler sogar um 59 Prozent. Laut Stadt braucht es vor allem bei Schule, Betreuung und Sport zusätzliche Kapazitäten.

Die Schulanlage Zelgli ist seit Jahren an ihrer Kapazitätsgrenze. Bereits 2022 musste teilweise im Korridor oder im Treppenhaus unterrichtet werden. Als Übergangslösung wurden Gruppenräume von Klassenzimmern abgetrennt, später kam ein Pavillon mit zwei Klassenzimmern dazu. Ursprünglich hätte der Neubau schon auf das Schuljahr 2026/27 bezogen werden sollen.

Auch an anderen Schulen ist es eng. Für die Schule Kalktarren hat der Stadtrat ab diesem Schuljahr ein Provisorium aus Stahlcontainern für zwei zusätzliche Klassenzimmer bewilligt. Jedes weitere Jahr ohne Neubau hätte mehr Provisorien und mehr Enge für unsere Kinder bedeutet.


Was das Biotop mit uns Grünen zu tun hat

Beim Schulhaus Zelgli liegen heute ein Biotop und ein Wäldchen. Schon bei der Planung war klar, dass beides dem Neubau weichen muss. Für uns Grüne war das kein Grund, den Verlust einfach hinzunehmen.

Dominik Ritzmann, damals Mitglied des Gemeindeparlaments und heute Präsident der Grünen Schlieren, stellte an der Sitzung vom 24. Oktober 2022 einen Änderungsantrag. Er verlangte einen gleichwertigen Ersatz für Biotop und Wäldchen. Das Parlament stimmte bei nur einer Gegenstimme zu.

Damit wurde der Ersatz zur Vorgabe für den Architekturwettbewerb. Das Siegerprojekt sieht ein Ersatzbiotop im Norden des Areals vor. Wo möglich, bleiben die bestehenden Grünstrukturen im Bereich des heutigen Biotops erhalten. Dazu kommen einheimische Grossbäume und ein hoher Anteil an Grünflächen. Regenwasser wird in die Grünflächen geleitet oder auf dem Pausenplatz in abgesenkten Bereichen gesammelt. Die Jury zeigte sich vom Konzept für die Aussenräume beeindruckt, auch wegen seiner ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.


Wir bleiben dran

Zum zweiten Mal hat die Stimmbevölkerung dem bürgerlichen Widerstand eine klare Absage erteilt. Im Mai 2025 sagten 62 Prozent Ja zum Projektierungskredit, nun sind es über 74 Prozent für den Baukredit. Schlieren will in gute Schulen investieren.

Jetzt geht es an die Umsetzung. Wir werden genau hinschauen, dass der Ersatz für Biotop und Wäldchen so umgesetzt wird, wie es das Parlament verlangt hat. Denn eine wachsende Stadt braucht beides: genügend Schulraum und Platz für die Natur.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrem Ja ein deutliches Zeichen für gute Schulen in Schlieren gesetzt haben!