Neophyten wie das einjährige Berufkraut breiten sich in Schlieren unkontrolliert aus. Dominik Ritzmann (Grüne) stellte dazu eine Kleine Anfrage. Die Antwort des Stadtrats… naja
Worum geht es in der Anfrage?
Am 5. Juli 2023 stellte Dominik Ritzmann eine Kleine Anfrage zum Thema Neophytenwildwuchs. Dabei verwies er auf die zunehmende Verbreitung des einjährigen Berufkrauts, einer invasiven Pflanze, die heimische Arten gefährdet. Besonders ärgerlich: Die Pflanze breitet sich auch an gut sichtbaren öffentlichen Flächen in Schlieren aus, wie beim Spital Limmattal und beim Kindergartenprovisorium. Trotz früherer Hinweise im Stadtmelder blieb die Reaktion der Stadt aus
- Gibt es noch ausgebildete Fachkräfte zur Bekämpfung invasiver Pflanzen, und warum wird das Berufkraut nicht konsequent entfernt?
- Ist die Stadt bereit, eine Sensibilisierungskampagne oder einen Neophytenbekämpfungstag durchzuführen?
- Könnten neue Massnahmen geprüft werden, um auch auf privaten Grundstücken wirksamer gegen Neophyten vorzugehen?
Die Antwort des Stadtrats
er Stadtrat bestätigte, dass die Mitarbeitenden des Grünunterhalts geschult sind und regelmässig nach invasiven Pflanzen Ausschau halten. Die Bekämpfung sei jedoch aufgrund begrenzter Ressourcen eine fortlaufende Herausforderung. Zur Sensibilisierung wurden bereits mehrere Massnahmen durchgeführt, darunter ein Neophytentauschtag sowie ein Stand am Herbstmarkt. Zusätzlich denkt die Stadt über mobile Neophytencontainer und die Einbindung von ehrenamtlichen Helfern, sogenannten «Neophyten-Rangern», nach.
Hinsichtlich der Privatgrundstücke erklärte der Stadtrat, dass das Anschreiben der Eigentümer bisher erfolgreich war. Nur wenige Grundeigentümer hätten nicht auf die Aufforderung reagiert. Man sehe keinen Bedarf für zusätzliche Massnahmen
Stellungnahme der Grünen Schlieren
Wir Grünen Schlieren sind mit der Antwort des Stadtrats unzufrieden. Dominik Ritzmann kritisiert, dass trotz geschulter Fachkräfte sichtbare Neophyten wie das Berufkraut auf öffentlichen Flächen nicht konsequent entfernt werden. Zudem bleiben die vorgeschlagenen Massnahmen wie der Einsatz von Containern und ehrenamtlichen «Neophyten-Rangern» vage und wenig konkret.
«Es braucht klare und verbindliche Aktionen, um die Biodiversität in Schlieren zu schützen», betont Ritzmann. Sensibilisierung allein reicht nicht aus, wenn die invasive Pflanzen weiterhin ungehindert wachsen.
Unser Fazit
Wir Grünen Schlieren fordern den Stadtrat auf, entschlossener gegen den Neophytenwildwuchs vorzugehen. Die Bevölkerung und die Umwelt müssen vor invasiven Pflanzen geschützt werden. Dazu braucht es ein klares Konzept mit regelmässigen Kontrollen, verbindlichen Aktionen und umfassender Information. Wir bleiben dran und werden das Thema weiterhin aufmerksam begleiten.
Die kleine Anfrage findet man hier.